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Intro

Kunst und Wein sind die beiden Themen, die mein berufliches und auch privates Leben sehr geprägt haben.

Es fing mit Wein an, als ich 16 Jahre alt war. Meine Eltern hatten eine Flasche Saarwein geöffnet. Es war ein 1962er Kanzemer Altenberg Riesling Spätlese, Original-Abfüllung des Weingutes Max von Othegraven – heute im Besitz von Günther Jauch. Der Wein war dermassen betörend, dass dieser verspielte Charakter mit einer wahnsinnigen Fruchtigkeit heute für mich immer noch das Mass aller Dinge ist, die ich bei einem Wein suche.

Mit der Kunst fing es später an. Ich war 20 und kaufte von meinem ersten mühsam Ersparten bei einem Berliner Hotelier, der beste Beziehungen zur Polnischen Kunstszene hatte, einige Arbeiten polnischer Künstler – unter anderem auch von Jan Lenica.

In beiden Disziplinen ein Anfang auf denkbar hohem Niveau. Doch wie bei Allem funktioniert alles nur mit einer gewissen Lehrzeit: langatmig, mit Fehlern, und dadurch manchmal auch etwas teuer.

Beim Wein dauert es nicht unter 10 Jahren, und bei der Kunst ist es nicht viel anders. Auf die Übung und auf die richtigen Berater kommt es an. Es geht darum seine Sinne zu entwickeln für Qualität.

Dieser Weg geht durch viele Galerien, Museen und Künstlerateliers. Kunst-Magazine, Kunst-Beilagen und -Rubriken namhafter Tageszeitungen sollten regelmässige Lektüre sein. Obwohl ich darin sehr beflissen war, habe ich auch hier und da Fälschungen gekauft, die ich glücklicherweise immer wieder rückabwickeln konnte.

Und dann kam ich endlich an: bei den seriösen dieser Zunft. In den mehr als 40 Jahren meines Interesses und Sammelns habe ich beste Kontakte zu vielen Künstlern, namhaften Galerien, Auktionshäusern, Kunsthändlern und Samnmlern machen können. Die Summe meiner Erfahrung macht mich heute zu einem interessanten Gesprächspartner – am liebsten bei einem Glas Wein.

Hans-Joachim Krautkrämer, Münster-Hiltrup, Oktober 2010



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